Tipp des Monats Januar

Zu Beginn des neuen Jahres stellen wir zwei Bücher vor, die stark dazu anregen, sich mit seinen eigenen Gedanken/Assoziationen zum Thema Rassismus auseinanderzusetzen. Klar, möchte man sich in einer eh schon turbulenten, chaotischen Zeit  vielleicht lieber einen Schmöker in die Hand nehmen und die Welt um einen herum – wenigstens für einen Moment – vergessen. Das ist auch in Ordnung. Dennoch sind unsere Buchtipps diesen Monat aus gegebenem Anlass folgende:

Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten und

Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen Angst

Alice Hasters (*1989 in Köln) schreibt darüber, wie es ist in Deutschland schwarz zu sein. Das Buch schafft es, weiße Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, aber auch als Mensch mit schwarzer Hautfarbe die eigene Biographie wieder zu entdecken. Hasters behauptet dabei nicht (wie es ihr manchmal unterstellt wurde), dass weiße Menschen rassistisch veranlagt sind, aber dass sie eindeutig privilegiert sind. Sie beschreibt in ihrem Buch ihre ganz persönliche Geschichte, spickt diese aber mit Hintergrundwissen. Absolut lesenswert (und ein Spiegel-Bestseller)!

Olivia WenzelOlivia Wenzel (*1985 in Weimar) schuf einen Roman, der es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte und für den sie den Literaturpreis der Stadt Fulda erhielt. Die tragische Geschichte ihrer Familie steht im Mittelpunkt und ihr Ringen mit ihrer Herkunft, ihrer Heimat. Wenzel ist Tochter einer Punkerin, die immer aus der DDR wegwollte und eines Angolaners, der ausgewiesen wurde. Sie hat eine rassistische Oma, die über Überfremdung klagt und verlor ihren Zwillingsbruder auf dramatische Weise. Die Autofiktion ist dialogisch aufgebaut, wobei man sich vorstellen kann, dass es ein Therapeut-Patienten-Gespräch ist. Eine Stimme stellt Fragen, die andere beschreibt. Die Fragen sind herausfordernd, die Antworten reflektiert und bissig. Kristine Harthauer (SWR2) beschreibt es als: „Ein Coming Out, das es so in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur bisher selten gab und das doch so notwendig ist […].“

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