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Für viele Menschen hat die Erwerbsarbeit einen zentralen Stellenwert im Leben ­ für hier Geborene genauso wie für Zugewanderte. Erwerbsarbeit bietet die Möglichkeit, sich selbst und die Familie versorgen zu können und – im Idealfall – eine gewisse Sinnhaftigkeit für das eigene Leben zu finden. Nicht zuletzt ist der Arbeitskontext ein Ort für soziale Kontakte. Für neu Zugewanderte ist der Schritt in die Arbeitswelt in der neuen Gesellschaft keinesfalls leicht und an viele Bedingungen geknüpft: Sprachkenntnisse, Qualifikationsnachweise und deren Anerkennung im bürokratischen Deutschland und grundlegend die Chance, die hiesigen Bedingungen und Besonderheiten kennenlernen zu dürfen.

Im Rahmen eines Projektes des DGB-Bildungswerkes Thüringen wurden 2021 acht Interviews mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenem Qualifikationsniveau und unterschiedlicher Aufenthaltsdauer in Thüringen geführt – darunter mit neuen Nachbar*innen aus Rudolstadt: Wie erleben unsere neuen Nachbar*innen und Kolleg*innen den Schritt in die Arbeitswelt, mit welchen Schwierigkeiten haben sie zu kämpfen und welche Unterstützung erfahren sie? Auf dieser Basis entstanden Kurzporträts im Rahmen einer Broschüre sowie eine Audioversion.

 

In der Lesung stellen die Interviewten selbst ihre Kurzporträts vor, die ­ als Einzelfälle betrachtet ­ ein kleines, jeweils subjektives Schlaglicht auf den komplexen beruflichen Integrationsprozess werfen. Anschließend besteht die herzliche Einladung zum Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Lösungsansätzen. Die Broschüre kann zur Veranstaltung kostenfrei mitgenommen oder bestellt werden.

Die Tüftlerzeit ist ein offenes Angebot für Tüftler (ab 8) und wird in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Rudolstadt einmal im Monat zwischen 15 und 17 Uhr in der Aula der Stadtbibliothek durchgeführt. Dabei gibt es immer etwas Neues in den Bereichen Elektronik, Programmierung oder Technik zu entdecken.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486421

Der fossile Brennstoff Erdgas ist in Folge des Klimawandels, des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, der Sanktionen und Versorgungsprobleme zum allgegenwärtigen Thema geworden. Westeuropa hat fast ein halbes Jahrhundert lang von den Gaslieferungen per Pipelines aus Sibirien profitiert, wobei die ehemalige DDR mit ihren zwei „Trassen-Projekten“ während der 1970er und 1980er Jahre einen enormen Beitrag leistete. Eine neue Publikation, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, dokumentiert erstmals in kompakter Form die politisch-ökonomischen Hintergründe und technologischen Abläufe der gigantischen Pipeline-Bauwerke in Russland, der Ukraine und in Sibirien. Außerdem wird bisher kaum Bekanntes über den Arbeitsalltag und das Lagerleben Zehntausender DDR-Bauleute fern der Heimat erläutert. Bild- und Kartenmaterial ergänzen die Lese-Veranstaltung. 

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung.

 

Eintritt: frei

Voranmeldung: stadtbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486424

Premierenfieber liegt in der Luft und im Vorfeld gibt es in der Stadtbibliothek für alle besonders Neugierigen ein paar Einblicke in kommende Inszenierungen des Theaters Rudolstadt. 

Unheimliche Stimmen verfolgen Krabat nachts in seinen Träumen. Sie leiten ihn in die Schwarze Mühle, wo er in die Lehre des Meisters aufgenommen wird und fortan die Kunst der Schwarzen Magie lernt. Als immer wieder Müllersburschen verschwinden, muss Krabat erkennen, dass ein schrecklicher Fluch auf der Mühle lastet und dies der Preis für die fantastische Magie ist. Nur mithilfe von Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe kann er der Faszination des Bösen entkommen. Preußlers Roman basiert auf einer sorbischen Volkssage. Viele Generationen hat die Geschichte um Mut und Selbstbestimmung bereits begleitet, die eben auch vom Kampf um das Recht auf Glück erzählt.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486421

Ottilie von Goethe (1796–1872) war eine geistvolle und weltoffene Frau, die immer wieder die konventionellen Grenzen ihrer Zeit überschritt. Die Schwiegertochter von Johann Wolfgang von Goethe hinterließ facettenreiche Dichtungen, auch war sie als Übersetzerin und Redakteurin des von ihr gegründeten Journals „Chaos“ tätig. Sie vermittelte innerhalb eines englisch-deutschen Kulturtransfers und unterstützte eine neue Generation von Autoren in Weimar, Leipzig und Wien. Die Referentin ist freiberuflich an der Klassik Stiftung Weimar und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt zu diesem Vortrag ein.

Eintritt: 4 Euro (für Mitglieder der Goethe-Gesellschaft kostenfrei)

Landolf Scherzer, der „Spezialist für Recherchen vor Ort“, fuhr 2019 auf die Krim. Er ahnte nicht, dass es der Vorabend eines Krieges zwischen Russland und der Ukraine war. Aber aus seinen Beobachtungen und Begegnungen wird die historische Dimension der Konflikte deutlich. Das Porträt einer Krisenregion entsteht, das weder vereinfacht noch verurteilt und dadurch umso wahrhaftiger und lebendiger ist. 

„Die meisten hier haben Leidensgeschichten. Russen, Polen, Deutsche, Ukrainer … Nicht nur bei den Tataren blieb die Angst wie ein Geschwür im Kopf. Auf der Krim ist sie jetzt als Angst vor dem Krieg wieder lebendig.“

 

Landolf Scherzer wurde 1941 in Dresden geboren. 1959 legte er das Abitur ab. Von 1962 bis 1965 studierte er an der Fakultät für Journalistik in Leipzig. Wegen kritischer Reportagen wurde er exmatrikuliert. Bis 1975 war er Redakteur bei der Zeitung „Freies Wort“ in Suhl, seitdem ist er freier Schriftsteller in Thüringen. 

Eintritt: 8 Euro

Voranmeldung: stadtbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486424

Melissa Warstatt, die seit letztem Jahr eine Ausbildung in der Stadtverwaltung Rudolstadt absolviert, liest die Geschichte „Herr Hase und Frau Bär“ von Christa Kempter mit zauberhaften Illustrationen von Frauke Weldin.

Frau Bär mag es gemütlich. Sie isst fürs Leben gerne Honigbrote und hinterlässt mit ihren großen Tatzen auch hier und da mal ein paar klebrige Spuren. Sehr zum Missfallen von Herrn Hase. Denn Herr Hase ist ausgesprochen ordentlich. Kann eine solche Hausgemeinschaft gut gehen? Nun ja, denn unterschiedliche Gepflogenheiten können durchaus auch ihren Vorteil haben.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672-486421

1923 erlebt Deutschland einen Sturz ins Bodenlose. Französische und belgische Truppen marschieren ins Ruhrgebiet ein. Die Hyperinflation erreicht ihren bizarren Höhepunkt und stürzt breite Bevölkerungsschichten ins Elend. Während die Vergnügungsindustrie boomt, herrscht politisch der Ausnahmezustand. Separatistische Bewegungen bedrohen den Bestand des Reiches, rechte und linke Extremisten setzen zum Sturm auf die Republik an. „Kein Volk der Welt hat erlebt, was dem deutschen ‚1923‘-Erlebnis entspricht“, schrieb Sebastian Haffner im englischen Exil, und Stefan Zweig befand, dass die Geschichte noch „nie eine ähnliche Tollhauszeit in solchen riesigen Proportionen produziert“ habe. 

Volker Ullrich erzählt auf breiter Quellenbasis die Geschichte dieses Jahres am Abgrund, das in manchem auf fatale Weise an die heutige Gegenwart erinnert. 

Volker Ullrich ist Journalist und Historiker. Er leitete von 1990 bis 2009 bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ das Ressort „Politisches Buch“. Zu seinen Werken gehören die zweibändige Biografie „Adolf Hitler“ (2013 und 2018) sowie der Bestseller „Acht Tage im Mai“ (2020).

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung.

Eintritt frei.

Der Freizeitmaler Andreas Rietschel, Jahrgang 1962, liebt seine Thüringer Heimat und die Dolomiten, was sich in seinen Bildern – sowohl gemalt als auch fotografiert – deutlich zeigt. Seine ersten Versuche mit der Malerei machte er 1978. Seit früher Jugend interessiert er sich für die Alten Meister, die Romantiker und besonders für mittelalterliche Kunst. Obwohl nicht gläubig, fühlt er sich von romanischen und gotischen Sakralbauten angezogen und hat einige Hundert davon besucht. Seit 1993 führen ihn regelmäßige Wanderungen in die Dolomiten, was sein Leben und seine Malerei stark beeinflusst hat. Seine Werke werden in der Aula der Stadtbibliothek vom 13. März bis 27. Mai 2023 gezeigt.

Der Vortrag gilt Goethes kritischer Wahrnehmung des beginnenden Maschinenzeitalters und – mit einem vergleichenden Blick auf Marx – Goethes Analyse der gesellschaftlichen Folgen der industriellen Revolution. Bei einem Besuch des Bergwerks von Tarnowitz unweit von Kattowitz skizzierte Goethe im Herbst 1790 in seinem Notizbuch eine „Feuermaschine“, eine jener Dampfmaschinen also, die, von England herkommend, erstmals auf dem europäischen Kontinent dem Produktionsprozess ganz neue Energien zuführten. Über vierzig Jahre später, wenige Wochen vor seinem Tod, notierte Goethe im Februar 1832 in seinem Tagebuch: „Die Eisenbahn von Liverpool nach Manchester, ein interessantes Heft, durchzugehen angefangen.“ Zwischen den beiden Einträgen Goethes gewann jene Entwicklung ihr epochemachendes Potential, die später Karl Marx und Friedrich Engels im Kommunistischen Manifest zusammenfassten.

Eintritt: 4 € (für Mitglieder der Goethe-Gesellschaft kostenfrei)

Die Tüftlerzeit ist ein offenes Angebot für Tüftler (ab 8) und wird in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Rudolstadt einmal im Monat zwischen 15 und 17 Uhr in der Aula der Stadtbibliothek durchgeführt. Dabei gibt es immer etwas Neues in den Bereichen Elektronik, Programmierung oder Technik zu entdecken.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486421

Der Kirgise Tschingis Aitmatow (1928, Scheker-2008, Nürnberg) ist ein Schriftsteller von Weltgeltung, der auf einzigartige Weise in seinem Leben mehrere Epochen der Menschheitsgeschichte verband und seiner Zeit weit voraus war. In seinen Werken begegnen uns Menschen, die täglich ihrer Arbeit nachgehen und dabei gleichsam die ganze Welt auf den Schultern tragen, wie auch Tiere, die beseelte Wesen sind. Auf poetische Weise erzählt Aitmatow von einer fernen Welt. Dabei entfaltet sich das Drama eines Lebens, das früh von Gewalt und tragischem Verlust geprägt war.

Irmtraud Gutschke beschäftigt sich schon seit den 1970er Jahren mit Leben und Werk Aitmatows. Sie nimmt die Leser mit auf eine Gedankenreise, auf der sie im Fremden Eigenes, Verlorenes, Vergessenes entdecken. Von einer kirgisischen Jurte aus bis in den Kosmos - was für Dimensionen eröffnen sich da.

Eintritt: 8 € (Abendkasse)

Voranmeldung: stadtbibliothek@rudolstadt.de oder 03672-486424

Premierenfieber liegt in der Luft und im Vorfeld gibt es in der Stadtbibliothek für alle besonders Neugierigen ein paar Einblicke in kommende Inszenierungen des Theaters Rudolstadt! 

Sonderlinge gibt es seit je her. Es sind Menschen, die anders ticken und nicht ganz ins gewöhnliche Raster passen, sie verstören und fordern ihre Mitwelt heraus. Manche erscheinen überklug, andere faul und manche benehmen sich wie richtige Schlitzohren. Von der sogenannten normalen Gesellschaft werde sie oft nicht akzeptiert oder sogar gemieden. Doch was erzählen uns diese Persönlichkeiten? Wie erleben sie unsere Welt? Die Gesellschaft betrachtet Till als Strolch, Störenfried und Tunichtgut. Aber ist es schlimm, anders zu sein? Steckt vielleicht in jedem von uns ein Eulenspiegel? Die Mitwirkenden des TheaterJugendClubs nehmen uns mit in die Welt der „Eulenspiegeleien“ und zeigen uns die unterschiedlichen Wahrnehmungen auf solch einen Sonderling.

Eintritt: frei

Auch in der neuen Spielzeit soll das frische Format der Bibliothekskonzerte des Lyra-Streichquartetts weitergeführt werden. Das aus Mitgliedern der Streichergruppe der Thüringer Symphoniker bestehende Quartett formte sich zunächst aus dem Bedarf an kleineren Konzertformaten beginnt sich nun allerdings als feste Größe im Rudolstädter Konzertleben zu etablieren. Die erfolgreichen Konzerte in der Rudolstädter Stadtbibliothek machen Publikum und Ensemble Lust auf mehr. So werden die vier Streicher sich nach Horn und Fagott auch in den kommenden Konzerten wieder Unterstützung aus den Reihen der Bläser der Thüringer Symphoniker holen. Bei Kammermusik fällt besonders die feinsinnige und aufmerksame Ensemblearbeit der Musikerinnen und Musiker ins Auge. Man darf sich auf ein buntes Programm mit Musik aus mehreren Epochen, mal zu viert, mal zu fünft, im anregend-intimen Ambiente der ehrwürdigen Wissensstätte freuen.

Werke von Mozart, Crusell, Dvorak, u. a.

Lyra-Streichquartett und Maria Hernandez

Violine: Kyli Dodds, JooMi Lim | Bratsche: Matthias Wähner | Cello: Grita Bühler

Eintritt 10€ (Theaterkasse in KulTourDiele oder Abendkasse)

An diesem Abend sind alle herzlich willkommen, die gern gemeinsam Gesellschaftsspiele spielen und ausprobieren möchten. Die Bibliothek hat zahlreiche Brett- und Kartenspiele im Bestand – von den Klassikern bis zu komplexen Strategiespielen steht eine bunte Auswahl bereit. Dieses Mal können Interessierte unter anderem unter Anleitung das Spiel „Cascadia“ (Spiel des Jahres 2022) ausprobieren. Natürlich stehen zahlreiche weitere Titel zur freien Verfügung.

Eintritt: frei

Wieder einmal kommt Andreas Hoffmann in die Bibliothek zum Vorlesen. Diesmal wird es eine Geschichte aus früheren Zeiten sein. „Alarm im Kasperletheater“ ist ein Bilderbuch des deutschen Autors Nils Werner mit Illustrationen von Heinz Behling aus dem Jahr 1958, das 2016 im Eulenspiegel Verlag Berlin wiederaufgelegt wurde.

Bei den Vorbereitungen zur Geburtstagsfeier der Oma soll das Kasperle frische Pfannkuchen einkaufen. Doch das kleine Teufelchen stiehlt ihm die Pfannkuchen. Gemeinsam mit der Kräuterhexe Adelheid, dem Schutzmann Schill, dem König, dem Räuber Fridolin, Gretel und dem Krokodil will das Kasperle sich die Pfannkuchen zurückholen. Doch das Teufelchen hat alle Pfannkuchen allein verzehrt. Daher plagen ihn nun starke Bauchschmerzen, wodurch er die doch noch stattfindende Feier nicht genießen kann.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486421

In Kunicks Buch berichten insgesamt 30 Frauen und Männer über ihr Leben im Sozialismus, wie sie die gesellschaftliche Wende erlebten und wie sie heute über diese bewegten Jahre denken. So schildert Christine (59, Stationshilfe, Sachsen-Anhalt), wie sie kurz vor ihrer Flucht in ein Frauenhaus von ihrem Mann mit einer Pistole bedroht wird. Sabine hingegen (54, Wirtschaftskauffrau, Sachsen) lebt nach der Wende in Saus und Braus, ihr Mann ist wirtschaftlich extrem erfolgreich. Doch Sabine erlebt den totalen Absturz aus dem Wohlstand und muss kapitulieren - sie bezieht (vorübergehend) Hartz IV. Den Hungerstreik der 42 Kumpel im Kalibetrieb-Ost in Bischofferode, der weltweit Beachtung findet, thematisiert Bärbel (64, Laborantin, Thüringen). Kunick ist es wichtig, die Erlebnisse identisch wiederzugeben. So entstand ein Querschnitt aus Einzelporträts, der das persönliche Schicksal, besonders das der Frauen, auf eindrückliche Weise schildert.

Klaus-Dieter Kunick stieg 1981 in das journalistische Leben ein, zunächst bei Radio DDR (Studio Gera). Nach der Wende arbeitete er bei einer Tageszeitung in Sachsen-Anhalt. Seit 2017 genießt er den beruflichen Ruhestand, wirkt ehrenamtlich in der Schiedsstelle seiner Gemeinde mit und ist Schöffe am Landgericht in Halle. Darüber hinaus arbeitet er schon seit Jahren im Vorstand des Deutschen Journalisten Verbands - Sachsen-Anhalt mit.

Eintritt: 3 € (Abendkasse)

Voranmeldung: stadtbibliothek@rudolstadt.de oder 03672-486424

Die Erforschung der Familiengeschichte – auch Genealogie genannt – steht im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Barbara Heuchel (Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Sondershausen) und Edith Baars. Beide haben in ihrer mehrmonatigen Forschungsarbeit 1600 Personen aufgespürt, die zum erweiterten Kreis der Verwandten von Johann Wolfgang Goethe gehören. Die Ergebnisse ihrer Recherche in Kirchenbüchern aus Nordthüringen haben sie auf einer Rolle zusammengefasst, die eine Länge von etwa acht Metern aufweist. Ein Großteil der Vorfahren "Göthe" stammt aus dem kleinen Dorf Berka bei Sondershausen, beginnend beim Urururgroßvater Hans der Jüngere (geb. 1603 in Berka, gest. 1686 in Artern). 

Eintritt: 4 € (für Mitglieder der Goethe-Gesellschaft kostenfrei)

Die Tüftlerzeit ist ein offenes Angebot für Tüftler (ab 8) und wird in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Rudolstadt einmal im Monat zwischen 15 und 17 Uhr in der Aula der Stadtbibliothek durchgeführt. Dabei gibt es immer etwas Neues in den Bereichen Elektronik, Programmierung oder Technik zu entdecken.

Eintritt: frei

Voranmeldung: kinderbibliothek@rudolstadt.de oder 03672/486421

Verzicht ist heute nahezu ein Unwort. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass Verzicht einmal als Tugend galt und dass die Entstehung der heutigen kapitalistischen Überflussgesellschaft, sprich Konsumgesellschaft, auf der Praxis dieser Tugend beruhte. Heute, wo der wachsende Konsum auf der einen Seite ausgelebt, auf der anderen Seite Ängste angesichts von Klimaveränderungen, Umweltschäden und Artensterben, aber gerade auch hinsichtlich der Zunahme der sozialen Ungleichheit erzeugt, wird Verzicht von den einen verdammt und den anderen gefordert. An dem Abend werden diese umstrittenen Phänomene genauer betrachtet und diskutiert.

Unkostenbeitrag für Abendessen: 6 € 

Voranmeldung: ipkBadBerka@t-online.de oder 03672-486424